Durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt: Konjugierte Linolsäure erhöht Blutglukosespiegel von Milchkühen

In der Zeit des Abkalbens und der einsetzenden Milchproduktion unterliegt der Stoffwechsel von Milchkühen einer besonderen Belastung. Von entscheidender Bedeutung ist hier, dass im Blut genug Glukose zur Verfügung steht. Genau dafür sorgt das innovative Produkt Lutrell® Combi. Dieses Ergänzungsfuttermittel für Rinder enthält konjugierte Linolsäure (kurz CLA), die Milchkühen dabei helfen kann, die unvermeidbare kritische Phase der negativen Energiebilanz nach dem Abkalben besser zu meistern. Eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen haben diesen Zusammenhang bestätigt.

Die Fütterung von Lutrell Combi entlastet bei Milchkühen in der beginnenden Laktation den angespannten Energiestoffwechsel. Empfohlen wird ein Fütterungszeitraum von drei Wochen vor der Kalbung bis 80 Tage nach der Kalbung und eine Dosierung von 125g Lutrell Combi (10g CLA) pro Kuh und Tag. Möglich ist auch eine verkürzte Fütterungsphase bis zum 30. Tag nach der Kalbung; in diesem Fall sollte die Dosierung auf 250g (20g CLA) pro Tag angehoben werden. Die konjugierte Linolsäure (CLA) bewirkt eine zeitweise Milchfettabsenkung, wodurch weniger Energie für die Fettsynthese im Euter benötigt wird. Die freigewordene Energie wird von der Milchkuh genutzt, um beispielsweise das Energiedefizit zu Beginn der Laktation aufzufüllen. Dies konnte bereits Liermann (2008) in zwei Versuchen mit Milchkühen bei einer Dosierung von 8g CLA pro Tag über die ersten 100 Tage der Laktation beobachten. In beiden Versuchen erreichten die Milchkühe, die CLA erhielten, eine ausgeglichene Energiebilanz bereits drei Wochen früher als die Milchkühe in der Kontrollgruppe.


Mehr Glukose bringt mehr Milch

Obwohl die Versorgung der Milchkuh mit Blutglukose gerade zu Beginn der Laktation offensichtlich die spätere Milchleistung und Fruchtbarkeit beeinflusst, gibt es nur wenige Untersuchungen zu den Auswirkungen von CLA auf den Glukosestoffwechsel. Bis vor kurzem lag nur eine Studie mit CLA vor, in der 68g CLA über einen Zeitraum von neun Tagen vor der Kalbung bis zu 40 Tagen nach der Kalbung verfüttert wurden (Odens et al., 2007). Verglichen mit der Kontrollgruppe war im Plasma der Milchkühe mit CLA eine signifikant geringere Konzentration freier Fettsäuren und eine erhöhte Konzentration von Blutglukose zu beobachten. Vor kurzem wurde eine weitere Studie mit CLA publiziert (Hoetger et al., 2013), bei der 20 Deutsche Holsteins (Vorjahresleistung: 9.000 Liter) zu Beginn der zweiten Laktation in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die Milchkühe wurden mit einer totalen Mischration gefüttert. Der Hälfte der Tiere erhielt zudem 10g CLA pro Tag. Die Auswirkungen von CLA auf die Milchproduktion und die Blutparameter wurden über einen Zeitraum von drei Wochen vor der Kalbung bis 12 Wochen nach der Kalbung untersucht, wobei das CLA nur bis zur neunten Woche gefüttert wurde. Die Trockenmasseaufnahme stieg nach dem Abkalben in beiden Gruppen an, jedoch wies die CLA-Gruppe eine geringere Trockenmasseaufnahme auf. Bei der Lebendmasse gab es keine wesentlichen Unterschiede zwischen der Kontroll- und der CLA-Gruppe. In den ersten vier Laktationswochen stieg die Milchproduktion in der Kontroll-Gruppe zunächst stärker an als in der CLA-Gruppe. Aber ab der fünften Woche wies die CLA-Gruppe eine um bis zu fünf kg pro Tag höhere Milchproduktion auf, die auch nach dem Ende der CLA-Fütterung auf diesem höheren Niveau blieb. Über den Zeitraum von neun Wochen produzierte die Kontrollgruppe durchschnittlich 37,6 kg energiekorrigierte Milch, während in der CLA-Gruppe 38,4 kg ermolken wurde.


Unmittelbar nach dem Abkalben bis zur neunten Laktationswoche war mit Ausnahme der fünften Woche ein erhöhter Gehalt von Blutglukose in der CLA-Gruppe zu beobachten. Gleichzeitig zeigten Messungen zum Glukoseumsatz, dass die Tiere der CLA-Gruppe deutlich weniger Glukose produzierten. Trotz einer geringeren Synthese von Blutglukose konnten durch die CLA-Fütterung also erhöhte Gehalte von Blutglukose erreicht werden. Das bedeutet, die Gabe von CLA hatte infolge der zeitweisen Milchfettabsenkung eine Einsparung von Glukose im Stoffwechsel zur Folge.


Bessere Energieverwertung reduziert Körperfettmobilisierung

Wie bereits erwähnt, führt die Fütterung von CLA trotz einer geringeren Energieaufnahme zu höheren Milchleistungen. Zum gleichen Ergebnis kommt eine Studie des Friedrich-Loeffler-Instituts in Braunschweig (von Soosten et al., 2011), die eine verbesserte Energieverwertung als Erklärung anführt. Als Folge eines erhöhten Blutglukosespiegels ist zu erwarten, dass die Milchkuh auch weniger Körperfett mobilisieren muss. Dies wurde im selben CLA-Versuch (von Soosten et al., 2011) bestätigt, in dem 20g CLA über einen Zeitraum von drei Wochen vor der Kalbung und 105 Tage nach der Kalbung gefüttert wurden. Hier wurden jeweils fünf Milchkühe aus einer Kontrollgruppe und einer CLA-Gruppe nach sechswöchiger Laktation geschlachtet. Wie sich zeigte, mobilisierten die Milchkühe der CLA-Gruppe bis zum 42. Tag der Laktation weniger Körpermasse und auch weniger Körperfett.


Eine geringere Körperfettmobilisierung führt dazu, dass auch weniger Fettsäuren freigesetzt werden. Das entlastet die Leber, die weniger Fettsäuren umsetzen und einlagern muss. Als Folge der daraus resultierenden geringeren Leberverfettung können zudem positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel und das Immunsystem der Milchkuh erwartet werden.


Die Bedeutung erhöhter Blutglukose-Gehalte für eine erfolgreiche Trächtigkeit hat die wissenschaftliche Literatur bereits wiederholt dargelegt. So wurde bei Milchkühen kürzlich der Zusammenhang zwischen der Blutplasmakonzentration von Glukose und dem Erfolg der ersten Besamung untersucht (Garverick et al., 2013). Die Konzentration von Blutglukose war hier bei Milchkühen, die mit der ersten Besamung tragend wurden, in den ersten 14 Tagen nach der Kalbung signifikant erhöht. Das deckt sich wiederum mit der Metaanalyse von fünf CLA-Studien, die bereits im Jahre 2009 veröffentlicht wurde (de Veth et al., 2009). Als optimale tägliche Dosis wurden hier 10g CLA abgeleitet, mit der die Zeit von der Kalbung bis zur nächsten erfolgreichen Einnistung des Embryos um 34 Tage reduziert werden kann (117 vs 151 Tage). Dieser Zusammenhang lässt sich dadurch erklären, dass durch den erhöhten Blutglukosespiegel auch wichtige, für das Fruchtbarkeitsgeschehen verantwortliche Hormone positiv beeinflusst werden können. So führten in einer Studie von Castañeda et al. (2007) 14g CLA pro Tag über einen Zeitraum von 37 Tagen bei laktierenden Milchkühe im Vergleich zu einer unsupplementierten Kontrollgruppe zu erhöhten IGF-1 sowie Progesteron-Gehalten im Plasma. Dies wird letztlich zu deutlicheren Zyklen und zu besseren Bedingungen für die Einnistung sowie das Überleben des Embryos führen.


Höhere Milchproduktion und bessere Fruchtbarkeit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Fütterung von CLA zu einer zeitlich begrenzten Milchfettabsenkung führt. Gleichzeitig bewirkt die verminderte Umsetzung von Blutglukose einer erhöhten Milchproduktion. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass trotz geringerer Energieaufnahme die Körperkondition weitgehend unbeeinflusst bleibt. Zudem können die erhöhten Plasmagehalte von Blutglukose, IGF-1 und Progesteron zu einer zeitigeren, erfolgreichen Wiederbelegung der Milchkühe führen und somit den Grundstein für eine lange Nutzungsdauer und hohe Lebensleistung legen. Für die Gabe von CLA bietet sich Lutrell Combi an.


Referenzen

Liermann, T. (2008): Einfluss einer Zulage von pansengeschützter konjugierter Linolsäure (CLA) in Kombination mit Propylenglykol oder pansengeschütztem Fett auf Leistungsmerkmale, Stoffwechselparameter und den Energiestatus frischlaktierender Milchkühe. Dissertation der Technischen Universität München. http://mediatum2.ub.tum.de/node?id=645753


Castañeda-Gutiérrez, E., B. C. Benefield, et al. (2007): Evaluation of the Mechanism of Action of Conjugated Linoleic Acid Isomers on Reproduction in Dairy Cows. Journal of Dairy Science 90(9): 4253-4264.


de Veth, M. J., D. E. Bauman, et al. (2009): Efficacy of conjugated linoleic acid for improving reproduction: A multi-study analysis in early-lactation dairy cows1. Journal of Dairy Science 92(6): 2662-2669.


Garverick, H. A., M. N. Harris, et al. (2013): Concentrations of nonesterified fatty acids and glucose in blood of periparturient dairy cows are indicative of pregnancy success at first insemination. Journal of Dairy Science 96(1): 181-188.


Hoetger, K., H. M. Hammon, et al. (2013): Supplementation of conjugated linoleic acid in dairy cows reduces endogenous glucose production during early lactation. Journal of Dairy Science 96(4): 2258-2270.


Odens, L. J., R. Burgos, et al. (2007): Effects of varying doses of supplemental conjugated linoleic acid on production and energetic variables during the transition period. Journal of Dairy Science 90(1): 293-305.


von Soosten, D., U. Meyer, et al. (2011): Effect of trans-10, cis-12 conjugated linoleic acid on performance, adipose depot weights, and liver weight in early-lactation dairy cows. Journal of Dairy Science 94(6): 2859-2870.

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