Bessere Silagen mit organischen Säuren

In vielen Regionen bildet Grassilage die Grundlage in der Fütterung von Rindern. Negative Witterungseinflüsse können die Silagebereitung jedoch erschweren und die Silagequalität beeinträchtigen. In diesen Fällen leisten organische Säuren einen wichtigen Beitrag, um den Energiegehalt und die Lagerstabilität von Silagen entscheidend zu verbessern.


Wer eine gute Silage einlagern will, braucht stabiles trockenes Wetter. In Europa ist das jedoch nicht immer gewährleistet. Hier wird die Silagequalität oft durch feuchte Witterungsbedingungen negativ beeinflusst - trotz intensiver Bemühungen bei der Ernte. Eine Regenperiode oder anhaltendes Schauerwetter reduzieren häufig die Anwelkdauer und damit auch den angestrebten hohen Trockenmassegehalt der Silage. Bei solch ungünstigen Bedingungen können Silierhilfsmittel wie Lupro-Mix® NC für eine größere Sicherheit beim Gärverlauf und eine bessere Grassilage sorgen. So verhindert Lupro-Mix NC die unerwünschte Buttersäuregärung und sorgt dafür, dass auch unter erschwerten Bedingungen eine Silage mit hohem Futterwert erzeugt werden kann.


Lupro-Mix NC ist ein gepuffertes Gemisch aus Propion- und Ameisensäure mit einem pH-Wert von ca. 4. Mit dieser flüssigen Mischung verschiedener Säuren wird nach dem Einbringen des Erntegutes in das Silo schnell der pH-Wert abgesenkt. Wie die Ergebnisse eines Silierversuches bestätigen, lässt sich die Silagequalität damit eindeutig verbessern.


Tabelle 1:
Ergebnisse eines Silierversuchs mit Weidelgras (1. Schnitt) und Zugabe von Lupro-Mix NC


Parameter Kontrolle (unbehandelt) Lupro-Mix NC (4 l/t)
Trockenmasse (g/kg) 207 217
pH-Wert 4,9 4,0
Milchsäure (g/kg) 27,4 62,0
Buttersäure (g/kg) 0,2 0,1
NH2-N / Ges-N. 17 10
NEL (MJ/kg) 6,5 6,7
DLG-Punkte 65 90

Wie Tabelle 1 zeigt, führte die Zugabe von Lupro-Mix NC in der Silage zu einem niedrigeren pH-Wert und einem signifikant höheren Gehalt der erwünschten Milchsäure. Gleichzeitig lag der Energiegehalt in MJ NEL höher, was auf geringere Nährstoffverluste schließen lässt. Auch die Beurteilung nach dem Gärfutter-Bewertungsschlüssel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) weist die Silage mit Lupro-Mix NC als eindeutig besser aus. Zusammenfassend ist Lupro-Mix NC hervorragend dafür geeignet, den Gärverlauf unter erschwerten Bedingungen zu verbessern und die Stabilität einer Silage sicher zu stellen. Abgerundet werden diese positiven Wirkungen noch durch die effiziente Bekämpfung von Hefen, Clostridien und Schimmelpilzen.


Hohe Leistungen mit bestem Grundfutter

In der Milcherzeugung wie in der Rindfleischproduktion lassen sich hohe Leistungen nur mit bestem Grundfutter erreichen. Grundfutter wie Grassilage liefert den größten Anteil der Nährstoffe in der Ration und bildet die Basis für eine wiederkäuergerechte Tierernährung. Damit hängt die Effizienz der Rinderproduktion wesentlich von der Qualität des Grundfutters ab. Nur mit einer hohen Energiedichte und Verdaulichkeit einer Silage sind auch gute Milchleistungen oder ein hohes Muskelwachstum zu erreichen. Zusätzlich fördert die gute Gärqualität einer Silage Nährstoffverwertung ebenso wie die Tiergesundheit und sorgt für eine störungsfreie Verdauung. Eine Vielzahl von Versuchen und Praxiserfahrungen haben letztlich zu Qualitätskriterien geführt, die man als Maßstab für gute Grassilagen heranziehen kann (Tab. 2).


Tabelle 2: Qualitätskriterien einer guten Grassilage


Kriterium Wert
Trockenmasse (TM) 30-40%
Rohasche < 10%
Rohprotein 15-17%
Rohfaser 22-25%
NDForg 40-48%
ADForg 25-28%
Energie > 6,4 MJ NEL/kg TM

Um eine Grassilage von guter Qualität zu erzeugen, sind bei der Bewirtschaftung des Grünlandes und bei der Silagebereitung einige grundsätzliche Faktoren zu beachten:

  • Aufwuchsqualität
  • Schnittzeitpunkt
  • Anwelken
  • Feldliegezeit
  • Länge des Erntegutes
  • Einsatz von Silierhilfsmitteln

Die Aufwuchsqualität wird im Wesentlichen von der Zusammensetzung der Pflanzenarten im Bestand (Pflanzensoziologie) sowie der Düngung bestimmt und lässt sich nur mittel- und langfristig beeinflussen. Von sehr großer Bedeutung für die Qualität bzw. Verdaulichkeit der späteren Silage sind vor allem der Schnittzeitpunkt sowie die Anwelkdauer des Grasschnitts. Dabei ist die wichtigste Maßnahme zur Sicherung einer hohen Verdaulichkeit der optimale Schnittzeitpunkt. Mit zunehmendem Alter der Pflanze nimmt der Anteil der schwerer verdaulichen pflanzlichen Gerüstsubstanzen stetig zu. Dadurch verschlechtert sich die Verwertung des Futters. Der optimale Schnittzeitpunkt ist daher gekommen, wenn die hauptbestandsbildenden Gräser das Stadium des Rispenschiebens erreicht haben. Deutlich spätere Schnittzeitpunkte lassen den Rohfasergehalt ansteigen, der zusätzlich die Verdichtung im Fahrsilo erschwert. Schimmelbildung und Nachgärungen sind dann die Folge.


Mit dem Anwelken lässt sich die Trockenmasse [TM] positiv beeinflussen. Gute Grassilagen sollen mindestens einen Trockenmassegehalt von 30% TM besitzen, noch besser sind 35-40% TM. Diese Gehalte sind erforderlich, damit kein Gärsaft austritt bzw. keine Nährstoffverluste auftreten und die unerwünschte Buttersäuregärung unterbleibt. Eine Buttersäuregärung geht immer mit Energieverlusten einher und führt durch die Beeinträchtigung von Geschmack und Geruch auch zu geringeren Futteraufnahmen. Längere Feldliegezeiten führen durch Kohlenhydratverluste ebenfalls zu niedrigeren Nährstoffgehalten und Verdaulichkeiten der Silagen.


Grassilagen mit bester Qualität stehen zur Verfügung, wenn das Gras zum richtigen Zeitpunkt geschnitten, ausreichend angewelkt und schnell in den Silobehälter verbracht wird. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen können organische Säuren viele der negativen Einflussfaktoren ausgleichen und einen hohen Futterwert der Silagen sicher stellen.

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