SET in der Praxis:
Fleischvermarkter Westfleisch mit CO2-Bilanz gut positioniert

Wie wirkt sich eine 150 Gramm Packung Schinken auf das Klima aus? SET, eine Initiative der BASF für Nachhaltigkeit, Öko-Effizienz und Rückverfolgbarkeit, macht Nachhaltigkeit messbar. Mit strategischer Nachhaltigkeitsberatung und innovativen Instrumenten hilft sie Lebensmittelherstellern, ihre Produktnachhaltigkeit zu messen und individuell zu optimieren. SET blickt dabei auf die gesamte Wertschöpfungskette. In der Reihe „SET in der Praxis“ stellen wir ausgewählte Kundenbeispiele vor.


Als „Vaterland der Schinken“ bezeichnete der deutsche Dichter Heinrich Heine im Jahr 1820 die Region Westfalen. Dieser Titel hat auch heute noch Gültigkeit – denn mitten im grünen Westfalen befindet sich Westfleisch, einer der führenden Fleischvermarkter Europas. Mit dem Schlachten, Zerlegen, Verarbeiten und Veredeln von Fleischspezialitäten hat Westfleisch im Jahr 2011 insgesamt 2,16 Milliarden Euro umgesetzt (inkl. Export-Tochtergesellschaften; konsolidiert).

Soziale und ökologische Verantwortung werden bei Westfleisch groß geschrieben. „Der Klimaschutz geht über Energieeffizienz in der Produktion und Betriebsführung hinaus: Westfleisch übernimmt auch die Verantwortung für seine Produkte“, erläutert Vorstandssprecher Dr. Helfried Giesen die Nachhaltigkeitsstrategie. Hierfür hat Westfleisch die SET-Experten der BASF zu Rate gezogen.


Ganzheitlich, innovativ, markenrelevant

Mit einem ganzheitlichen Ansatz untersuchte das SET-Team unter der europäischen Leitung von Christoph Günther, wieviele Treibhausgase entlang der gesamten Wertschöpfungskette – also von der Futtermittelproduktion bis hin zum Produktverbrauch und zur Entsorgung – anfallen. Denn erst, wenn bekannt ist, wo CO2-Emissionen anfallen, ist es in einem nächsten Schritt auch möglich, diese kontinuierlich zu reduzieren, und diese Erfolge dann wirkungsvoll im Markt zu kommunizieren.


Die von SET begleitete und durchgeführte CO2-Bilanz führte zu überraschenden Ergebnissen: Obwohl das Verarbeiten von Fleisch ein energieintensiver Prozess innerhalb der Fleischproduktion ist, wirkt sich das Schlachten, Zerlegen und Verarbeiten nur zu einem geringen Anteil auf die erzeugten Treibhausgase aus. Wesentlich stärker wirkt sich das Futtermittel auf die CO2-Bilanz aus: Über 50 Prozent der CO2-Bilanz von Schweinefleisch basieren auf diesem Faktor. Darin enthalten sind die in der Wertschöpfungskette vorgelagerten CO2-relevanten Düngemittel und Maßnahmen zu Pflanzenschutz und -zucht.



Interessant ist auch der unterschiedliche CO2-Fußabdruck je Produktart: Während 1 kg rohes Schweinefleisch einen CO2-Fußabdruck von 3,2 kg hat, liegt der verpackte Kochschinken bei 3,6 kg und die „Rohwurst“ (z.B. Salami) aufgrund des energierelevanten Trocknungsprozesses sogar bei 4 kg.


Differenzierungsfaktor Nachhaltigkeit

Westfleisch-Vorstand Dr. Giesen sagt: „Dank SET haben wir als führendes Unternehmen der Fleischbranche einen umfassenden CO2-Fußabdruck für unsere Produkte errechnen können. Damit können wir uns auf dem Markt differenzieren und sowohl dem Handel als auch den Verbrauchererwartungen aktiv entgegenkommen. Die fachliche Kompetenz und der persönliche Beratungsansatz von SET sind für uns sehr wertvoll.“ SET erarbeitet nun mit Westfleisch die CO2-Bilanz für Kalbfleisch und Rindfleisch.


Der CO2-Fußabdruck ist eine wichtige Etappe bei der quantitativen Bewertung von Nachhaltigkeit. Weitere Meilensteine von SET auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit sind die sogenannte „Hot-Spot-Analyse“ und eine integrierte Rückverfolgbarkeitsstrategie. Mit der „Hot-Spot-Analyse“ untersucht SET, welche Themen aus Sicht des Herstellers – aber auch aus Sicht externer Interessengruppen – im Sinne der Nachhaltigkeit besonders relevant sind. Bei dieser qualitativen Analyse stehen z.B. Themen wie der Schutz von Tier und Mensch als auch Energieverbrauch und Umweltverschmutzung im Fokus. Aus dem Ergebnis leiten sich dann konkrete Maßnahmen ab, mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit und damit die öffentliche Wahrnehmung zu optimieren.


Christoph Günther erklärt: „Es gibt viele Stellschrauben, um Nachhaltigkeit zu verbessern. Mit unserem ganzheitlichen Ansatz finden wir Optimierungspotenziale entlang der gesamten Wertschöpfungkette und helfen unseren Kunden dabei, diese auszuschöpfen. Erstens profitieren die Kunden von einer größeren Ressourceneffizienz. Zweitens generiert es auch einen zusätzlichen Wert, der positiv auf die Marke des Kunden ausstrahlt. Denn letztlich möchte der Verbraucher, dass die ihm verkauften Lebensmittel nachhaltig, das heißt mit Respekt gegenüber den Bedürfnissen von Mensch und Tier und im Einklang mit unserem Planeten, hergestellt werden.“

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